Mitgefühl: Professionelle Grundhaltung und Burnout-Prävention:
Unser erstes großes inhaltliches Thema in Prompt 1 war Achtsamkeit, das den thematischen Horizont unseres Kurses prägt und das uns beim letzten Treffen beschäftigt hat. Wir haben gesehen, dass Achtsamkeit, grob gesprochen, die Fähigkeit ist, mit allen Sinnen und mit ganzer Aufmerksamkeit in einer offenen, nicht-bewertenden Weise im gegenwärtigen Moment präsent zu sein. – Viele von euch wollten die Texte vom letzten Mal haben, wir schicken Sie euch per E-Mail.
Heute kommt ein weiteres großes Thema hinzu, das für unsere Jahresgruppe ebenso prägend ist: das Thema Mitgefühl. Dieses wird uns beim nächsten Treffen beschäftigen. Mitgefühl ergänzt die Fähigkeit der Achtsamkeit um die Herzqualität und um einen ethischen Aspekt. Es ist die Fähigkeit, in den Situationen des täglichen Lebens mit einem offenen Herzen für die Bedürfnisse und das Leid (sowohl von anderen wie von uns selbst) präsent und berührbar zu sein und darauf mit Wohlwollen und Fürsorge aktiv zu antworten.
Für die Schulpädagogik ist Mitgefühl von großer Bedeutung. Es betrifft sie in dreifacher Weise: Mitgefühl ist ein/e …
- Pädagogische Grundhaltung:
Mitgefühl ist das grundsätzliche Wohlwollen und die unbedingte Fürsorge von Lehrpersonen für die Lernenden. - Zentrales Lernziel:
Mitgefühl ist eine sozial-emotionale Fähigkeit, die gut trainierbar ist und die sowohl von Schüler:innen wie von Lehrer:innen systematisch erlernt und bewusst in ihr Leben integriert werden kann. - Salutogenetischer Faktor:
Selbstmitgefühl ist eine Praxis, durch die Lehrpersonen sich vor den beruflichen Belastungen schützen, ihre Gesundheit erhalten und dem Burnout vorbeugen können.
Mehr zu Mitgefühl findet ihr hier in diesem kurzen Leittext:
>> Leittext.
Für den Post und vielleicht auch eure Buddy-Gespräche hätten wir noch eine Anregung zu Reflexion und Austausch:
Erzähle von einer Situation, in der du Mitgefühl erlebt hast – sei es von dir oder von anderen ausgehend.
Und darüber hinaus bist du herzlich eingeladen, die Reflexionsfragen am Ende des Leittextes aufzugreifen und zu posten.